Zurück zur Liste

Zu wenige Mietwohnungen in Deutschland - Wohnung mieten schwer gemacht

Donnerstag 11. Januar 2018

Trotz konstanter Baustellen und permanentem Baulärm in so gut wie jeder deutschen Stadt wurden laut des Bundesverbandes der deutschen Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) seit 2009 eine Million Wohnungen zu wenig gebaut. Grund dafür ist vor allem, dass Mietwohnungen am falschen Ort gebaut werden und dass nur ein Teil von den schönen, neuen Wohnkomplexen auch die benötigte Art Mietwohnung beinhalten. Die Konsequenzen sind weitreichend - nun auch für Haushalte mit mittleren Einkommen. Besonders in den größten deutschen Städten, Berlin, Frankfurt am Main, Stuttgart, Düsseldorf, Köln und München, übersteigt die Nachfrage nach Mietwohnung deutlich das Angebot. Die Folge ist, dass jeder, der eine Wohnung mieten möchte, einen unverhältnismäßig hohen Preis dafür zahlen muss.

Entgegen vieler Vermutungen ist der steigende Bedarf an Mietwohnungen jedoch laut Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfeldes Finanz- und Immobilienmärkte beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW), nicht auf den Zustrom von Flüchtlingen zurückzuführen. Eine grössere Rolle spielt hingegen der Zuzug aus anderen EU Ländern. Zudem entscheiden sich zunehmend viele Menschen dafür, vom Land in die Stadt zu ziehen, wo sie, wie viele Andere auch, eine Wohnung mieten wollen. Nun lässt sich nur noch hoffen, dass die Politik schnell reagiert, sodass wir eine Situation, wie z.B. in London oder Paris, vermeiden können, wo sich nur noch die Reichen eine Mietwohnung in der Innenstadt leisten können.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie eine Mietwohnung finden können, lesen Sie hier mehr zu dem Thema Mietwohnung.